Die Peterskirche und die Engelsburg
 

Die Peterskirche ist eine der ältesten Kirchen der Christenheit und unwiderruflich mit Machtstatement verbunden. Christlicher Symbolbau und Machtdemonstration der neuzeitlichen Päpste, immer im Spannungsfeld zwischen religiöser Einkehrung und nach aussen gerichtetem Erscheinungsbild.
Hier werden die ersten Rudimente der Wahrnehmungspsychologie im Bauen verständlich, man befindet sich auf einer Theaterbühne aus dem Jahre 1665. Derselbe Gedanke ist im Kircheninneren weitergeführt.

Hinweis: Seit dem neuen Papst Franziskus (seit März 2013 im Amt) ist Sankt Peter und der Vatikan ein noch stärkeres Ziel für religiös-Eifernde geworden. Der Besuch der Peterskirche zu bestimmten Jahreszeiten ist ausnahmslos um 8:30h vorzunehmen. Alles Spätere heißt: Massen und Schlange, durch die Sicherheitskontrollen bedingt.

weitere Informationen

Über das Grab des Hl.Petrus erbaut, erfuhr die Peterskirche mehrere Bauphasen bis zum heutigen Erscheinungsbild aus dem 17.Jhdt. 1600 Jahre Baugeschichte sind eine lange Zeit, die Peterskirche zu verstehen heisst, mehrere Sprünge zurück in die Geschichte zu machen. Von der ersten 5-schiffigen Basilika als Pilgerort zum antik-monumental anmutenden Barocktempel der Päpste. Dabei wird die zentrale Frage aufgeworfen, warum denn Sankt Peter als Bau so wichtig sei, wichtiger sogar als die Auferstehungs-Kirche in Jerusalem.

Am Petersplatz werden die ersten Rudimente der Wahrnehmungspsychologie im Bauen verständlich, man befindet sich auf einer Theaterbühne aus dem dem Jahre 1665. In der Kirche widmen wir uns zuerst dem Erscheinungsbild dann dem Detail zu. Der Rundgang erfolgt von der Innenfassade zur Apsis dann durch das rechte Seitenschiff zum Ausgang (also kein Aufstieg zur Kuppel und kein Besuch der Gräber oder der Nekropole).

Danach spazieren wir entlang des Passetto (kein Innenbesuch), des überbauten Fluchtganges der Päpste zur Engelsburg. Dieser markante Bau stellt die Geschichte der Ewigen Stadt am besten dar: einst Mausoleum, also Begräbnisstätte der antiken Kaiser (ab Hadrian ca. 130 n.Chr.), dann im Überbau ab dem 10.Jhdt. als Fluchtburg („Castel Sant'Angelo“) der Päpste. Der Besuch beginnt auch chronologisch richtig: ab dem zylindrischen Grab aus der Antike über die mittelalterlichen Wehrburg hin bis zu den prunkvollen Gemächern aus dem 16.Jhdt. Der Aufstieg durch die Jahrhunderte wird von einem der schönsten Ausblicke Roms belohnt: die Terrasse am Fuße des bronzenen Engels. Der Blick schweift von Sankt Peter zu den Sieben Hügel auf eine historisch gewachsene Stadt.

Info zur tour

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Dauer: 3 Stunden

Anspruch: mittel

Treffpunkt: Obelisk am Petersplatz - Zeit: 8:30h

Ende: Engelsburg

Touristische Route: Ja

öffentl.Verkehrsmittel: Nein

Preis: p.P. 30€ - 90€ (je nach Teilnehmerzahl)

Zusätzl. Eintritte: Ja

Rezensionen

Familie Herrendorf
 

Großartige Betreuung aber die Peterskirche war zu voll. Wir waren um 9:00h verabredet. Wir mussten 30 Minuten an den Sicherheits-Checks warten.
Als Ausglcihe kam ein Expresso-Cafè im Anschluss.

Niels Metzger (Bayern)
 

Also Anfangs waren wir sehr betrübt, Treffen um 8:30 Uhr. ZUM GLÜCK haben wir das so gemacht. Der Petersplatz ohne Massen ist einmalig.

Mark Bronkowitz (Stuttgart)
 

Hallo aus Stuttgart. Die Führung war toll! Sankt Peter gab einen sehr gewaltigen Eindruck her, das Fotografieren war eine Freude. Ein wenig anstrengend im Urlaub so früh aufstehen zu müssen, aber uns (4 Personen) lag dies sehr am Herzen.