Der Mosaiken-Spaziergang
 

Oder auch: Lichtmystik am Esquilin.
Dieser Rundgang eignet sich für jene Besucher, die die mystische Weltanschauung des Mittelalter begreifen wollen. Er führt zu den unglaublichen Zeugnissen mittelalterlicher Glasmosaike (vom 4. bis zum 14.Jhdt.), in Kirchen, die von den Massen allemal gestreift werden.

Die thematische Führung umschliesst den einst volksbetontesten Hügel der mythischen Sieben: den Esquilin. Hier befand sich in der Antike die Suburra, das Armenviertel, hier versuchte der christliche Glauben zaghaft seine ersten Gehversuche und hier findet man Zeugnisse früh- und hochmittelalterlicher Kunst.

Eine andere Welt offenbart sich im symbolträchtigen jenseits-bezogenen Gedankengut des Mittelalters. Licht durchflutete Kapellen und Glasmosaike die wie Wandteppiche ganze Mauerzüge und Gewölbe überziehen. Das älteste christliche Monumental-Mosaik in Santa Pudenziana... . Ein Schatz nach dem anderen.

weitere Informationen

Eine der frühen Kirchen war Santa Prassede, sie wurde wohl im Auftrag von Papst Siricius (384-399) erbaut. Von 817 bis 824 ließ Papst Paschalis I. die Kirche von Grund auf neu errichten und seitdem kaum verändert. Das Besondere am Bau ist die Ausstattung die stark auf frühchristliches Gedankengut zurückgeht, was dem Geist der Epoche entsprach ("Karolingische Renaissance"). Im Inneren betrachten wir die Kapelle des Hl.Zeno, im 8.Jhd. als „Paradiesgarten“ mit atemberaubenden Mosaiken bedeckt.

Zweites Ziel ist Santa Maria Maggiore. Sie gilt als die erste Marienkirche der Christenheit, wo seit deren Gründung täglich eine Messe gelesen wird. Kolumbus schenkte sein erstes Gold aus „Amerika“ zum Überzug der Holzdecke. Sie verbirgt kostbare Mosaiken aus dem 6. bis 13.Jhdt. Zwei Päpste ließen sich hier begraben und bauten frühbarocke Kapellen (Sixtus V. 1590 und Paul V. 1621).

Gleich ums Eck besuchen wir die Kirche Santa Pudenziana. Diese frühchristliche Titelkirche wurde wahrscheinlich im 4. Jahrhundert errichtet. Es gibt jedoch eine Überlieferung, nach der sie bereits von Bischof Pius I. erbaut wurde. In der Apsiskalotte sind die ältesten Mosaiken der Christenheit aufbewahrt, im Monumentalen imperialen Stil als die neue Religion ihre Institutionalisierung erfuhr. Der Stil ist noch realistisch, der römischen Ästhetik folgend, und (noch) nicht byzantinisch verformt.

Der Weg führt uns über den Colle Oppio weiter zur nahen Kirche San Clemente. An der Stelle des heutigen Kirchengebäudes befand sich einst ein römisches Privatwohnhaus, das im 1. Jh. n. Chr. erbaut worden ist. Im 2. Jh. wurde in dieses Haus ein Mithras-Heiligtum eingebaut. Im 4.Jh. entstand hier eine christliche Kirche, dem Hl.Klemens, dem vierten Papst nach Petrus geweiht, die im 12. Jh. von der jetzigen Oberkirche überbaut worden ist. Aus dieser Zeit stammt das Apsismosaik (1080), perfekt erhalten, eine lichtmystische Begegnung.

Info zur tour

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Dauer: 3 Stunden

Anspruch: intensiv

Treffpunkt: Fassade Santa Maria Maggiore - Zeit: 9:00h oder 16:00h

Ende: San Clemente

Touristische Route: Nein

öffentl.Verkehrsmittel: Nein

Preis: p.P. 30€ - 90€ (je nach Teilnehmerzahl)

Zusätzl. Eintritte: nein

Rezensionen

Esther und Emanuel Oberteufer (Bern)
 

Wir buchten diesen Stadtspaziergang und waren restlos zufrieden! Gibt es da noch eine Steigerung?

Familie Gossnitz (Lübeck)
 

Sehr informative Führung! Wir (Familie mit 2 Teens aus Lübeck) haben eure Kompetenz einfach genossen. Die Zeit verging wie im Flug.

Hannes und Maike Wirkhöff
 

Sehr spezielle Führung die wir wirklich interessierten Besuchern empfehlen. Man bleibt 3 Stunden ganz bei einem Thema, am Ende fühlten wir und auch ein bisschen Experten! Danke für die tollen Stunden.

Herbert Küster (Hannover)
 

Hallo, die Tour war wirklich speziell, Fulvio von RomaCulta ist sehr ins Detail gegangen. Man musste gut zuhören um den Faden nicht zu verlieren. Aber die Stille der Kirchen und Straßen half dabei sehr.
Für uns (persönlich) ein wenig zu anspruchsvoll.