Veröffentlicht in Rom-Tipps

Gebrauchsanweisungen für den Vatikan 2016

Verfasst von Romacultor am 14 November 2015
Papst Franziskus am Petersplatz

2016 wird für den rein "touristisch-motivierten" Rom-Besucher ein kompliziertes Jahr werden. Nicht nur die erhöhten Sicherheitskontrollen (wie am Flughafen) an vielen touristischen Brennpunkten, auch das Wirken von Papst Franziskus haben Roms klassische Tourismus-Dynamiken verändert.

Die drei Päpste kl

"Die drei Päpste"

Katholiken (und Christen generell) haben einen neuen Zugang zum Papsttum und so zu Rom gefunden, man pilgert als Gläubiger eifriger nach Rom als zuvor.

Der Besucherstrom nimmt seit Jahren ständig zu, in der Sixtinischen Kapelle (Hofkapelle des Vatikans, heute im Komplex der vatikanischen Museen eingeschlossen) wird wieder gebetet. Dies bei einer täglichen Besucherzahl von 24.000 Menschen (im Durchschnitt). Zudem wird 2016 das "Jubeljahr der Barmherzigkeit" sein - ausgerufen vom Papst. Beim letzten Jubeljahr im Jahre 2000 kamen ca.25 Millionen Pilger.

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Pilger am Petersplatz (Q.AFP Getty)

 Denn der Vatikan ist (ja) ZUERST ein religiöser Anziehungspunkt DANN (auch) ein Kulturdenkmal. Touristen aus nicht-christlichen Ländern oder konfessionslosen Besuchern ist das nicht immer klar. Man ist gezwungen, den Besuch antizyklisch zu planen.

 

Der Besuch des Areals muss genau geplant werden, improvisieren kann zu beachtlichen Hindernissen (und Enttäuschungen) führen.

Tipps für den Besuch des Vatikans 2016
  • Mit Kindern empfehlen wir den Besuch der Vatikanischen Museen (und so der Sistina) in der Hochsaison NICHT, derart voll dass man null genießt. Oder man kann es in Erwägung ziehen, sie vor den normalen Öffnungszeiten zu besuchen: der Andrang ist auch stark - aber man kann sich noch frei bewegen.
  • Peterskirche: wir raten Ihnen einen Eintritt um 8:15h maximal 8:30h alles was später ist, heißt anstehen. Nach dem Besuch der Kirche lohnt sich der Aufstieg zur Kuppel.
  • Der Besuch der Vatikanischen Gärten ist nur bedingt interessant, da sowohl Franziskus als auch Benedikt XVI. im Areal wohnen, abgesehen von den Besucherströmen 2016 sind die Gärten nicht "richtig" zu besichtigen.
  • Der Besuch der Nekropole unterhalb der Peterskirche (nicht zu verwechseln mit der Gruft) ist 2016 v.a. Pilgern vorenthalten. Die Anmeldungsprozedur ist relativ einfach aber es werden immer die Pilger vorgelassen. Wenn Sie hierfür anfragen wollen, wäre ein Schreiben Ihres/eines christlichen Seelsorgers empfehlenswert.